Von einer Verletzung zu neuen Aufgaben – Jérémy Stravius

Das neue Jahr hat für Jérémy Stravius nicht gut begonnen. Beim Skifahren zog sich der französische Schwimmer einen Kahnbeinbruch zu. Training im Wasser ist für den 28-Jährigen aktuell nicht möglich. Dennoch schaut er zufrieden auf die vergangenen Monate zurück. „2016 war ein gutes Jahr. Die Silbermedaille und die Zeit bei den Olympischen Spielen in Rio waren einmalig. Außerdem habe ich die beiden Silbermedaillen bei den Kurzbahn Weltmeisterschaften in Windsor nicht erwartet. Das war ein toller Abschluss des Jahres“, so Stravius. Doch nun musste der Franzose seine Pläne für 2017 ändern. In Teneriffa nutzt er seine Zeit statt im Wasser, für die Regeneration. „Im Tenerife Top Training haben wir alle notwendigen Geräte und Möglichkeiten. Ich freue mich über die Zeit mit meinen Teamkollegen und das Training mit meinem Trainer. Hier ist das Training einfacher als in Frankreich“, erklärt der Schwimmer. Während seiner Trainingssitzungen verfolgt Stravius seinen Plan für das Comeback. Er verbessert seine Ausdauer und fokussiert sich auf das Training der Beine. „Ich möchte etwas Gewicht verlieren und  mich für meine Rückkehr ins Wasser vorbereiten. Daher trainiere ich viel auf den Cardiogeräten und an meiner Ausdauer“, sagt der Weltmeister von 2011.

Generell hat Stravius nach den Olympischen Spielen einiges in seinem Trainingsalltag geändert. Mit 28 Jahren möchte er einen neuen Impuls setzen und seine Routine verändern. „Ich habe mein Programm geändert und konzentriere mich auf die 50 Meter Rücken. Deshalb habe ich meine Zeit im Wasser reduziert und versuche, mit anderen Trainingsformen meine Leistung zu verbessern“, erklärt Stravius. Nichtsdestotrotz möchte er mit seinem langjährigen Trainer Michel Chrétien weiterarbeiten. „Michel betreut sechs weitere Schwimmer. Währenddessen sie ihre Einheiten im Wasser absolvieren, werde ich etwas anderes trainieren“, sagt der Rückenspezialist. Mit diesem neuen Plan geht der Schwimmer aus Abberville seinen Weg zu den Weltmeisterschaften 2017 in Budapest.

 

Bei diesen wird er sich auf das Einzelrennen über 50 Meter Rücken konzentrieren. Trotzdem möchte Jérémy Stravius weiterhin für Frankreich bei den Staffelentscheidungen im Freistil an den Start gehen. Besonders die Atmosphäre in der Nationalmannschaft ist für ihn dabei ausschlaggebend. „Die Einstellung des Teams im Training und während der Wettkämpfe ist besonders. In Frankreich haben wir sehr viele Schwimmer mit hohem Potential. Deshalb wollen viele Athleten anderer Nationen mit diesem Team trainieren. Ich bin stolz darauf, ein Teil der französischen Mannschaft zu sein“, blickt Stravius auf die vergangenen Jahre zurück. In den kommenden Monaten wird der Olympiazweite sich auf sein Comeback konzentrieren und hart dafür arbeiten. Ende Mai möchte er bei den Französischen Meisterschaften in Straßburg wieder an einem Wettkampf teilnehmen. „Vielleicht muss ich dann noch eine Schiene zum Schutz der Hand tragen. Aber mein Ziel ist die Qualifikation für die Weltmeisterschaften“, gibt sich Stravius kämpferisch.

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