Moderner Fünfkampf – Herausforderung Vielseitigkeit

Moderner Fünfkampf ist eine der vielseitigsten olympischen Sportarten. Die Athleten kämpfen im Fechten, Schwimmen, Reiten, Schießen und Laufen um die Punkte, alles an einem Tag. Deshalb bietet der Sport, der von Pierre de Coubertin, dem Gründer der modernen Olympischen Spiele und erstem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, erfunden worden ist, verschiedenste Herausforderungen im Training und im Wettkampf. Deshalb sind Koordination und Planung der verschiedenen Trainingsinhalte sehr wichtig. „Moderner Fünfkampf ist ein full time job“, sagt Kate French, Sechste bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro und Mitglied der britischen Nationalmannschaft im Modernen Fünfkampf. Zusammen mit fünf anderen Athleten French besuchte das Tenerife Top Training (TTT) und bereitete sich auf die kommende Saison vor. „Das Gleichgewicht zwischen allen fünf Disziplinen zu finden, ist die größte Herausforderung“, erklärt die 25-Jährige. Im TTT konzentrierten sich French und ihre Teamkollegen auf das Schwimmen, Laufen und Schießen. Besonders das Combined-Event, die Kombination aus Schießen und Laufen vergleichbar mit dem Biathlonsports, stand im Fokus der zwei Trainingswochen auf Teneriffa. „Ende August stehen in Kairo die Weltmeisterschaften an. Dies ist mein Höhepunkt für diese Saison“, sagt French.

 

In Großbritannien profitieren die Olympiateilnehmerin und ihre Mannschaftskollegen von der Infrastruktur an der Universität Bath. „Vor zwei Jahren habe ich meinen Abschluss gemacht. Nun kann ich mich auf den Sport konzentrieren. Wir haben jeden Morgen zwei Einheiten und am Nachmittag eine weitere“, erklärt French. Das britische System ist in dieser Sportart erfolgreich. Seit der Premiere der Frauenwettbewerbe bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, gewannen Sportlerinnen aus Großbritannien fünf Olympische Medaillen, die letzte 2012 in London. Damals holte Samantha Murray vor heimischer Kulisse die Silbermedaille. Auch die Vize-Olympiasiegerin nutzte die Zeit auf Teneriffa, um sich mit ihren Teamkollegen bestmöglich auf die kommenden Worldcups vorzubereiten. Der erste Härtetest steht für das Sextett beim Worldcup Auftakt Ende Februar auf dem Programm. Neben der Ausdauer und der Technik in den fünf verschiedenen Disziplinen, müssen Moderne Fünfkämpfer auch mental stark sein, um erfolgreich zu sein. „Wir beginnen unseren Wettkampf mit der Entscheidung im Fechten. Dort muss man zwei Stunden hoch konzentriert sein“, erklärt French. Dabei kann das Fechten als erste Disziplin eine Schlüsselrolle für den weiteren Wettkampf darstellen. „Wenn ich ein gutes Fechtergebnis habe, versuche ich den Schwung mitzunehmen. Wenn nicht, dass möchte ich in den vier weiteren Sportarten zeigen, was ich erreichen kann. Eins werde ich aber nie machen: Aufgaben“, sagt French.

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