Kaidi Kivioja: „Es gibt immer etwas zu verbessern“

2016 war ein besonderes Jahr für Kaidi Kivioja. Sie startete bei der World Triathlon Series, sammelte Punkte in der Weltrangliste und qualifizierte sich schlussendlich für die Olympischen Spiele. In Rio de Janiero vertrat sie die kleine Triathlon Nation Estland. Es war das Ende einer beeindruckenden Reise. „2015 hatte ich nur noch eine kleine Chance, die Qualifikation zu schaffen. Alles musste perfekt laufen. Aber ich sagte mir: ‚Auch wenn es nur eine kleine Chance ist, ich muss sie nutzen‘. So begann meine Tour um die ganze Welt“, sagte die 24-Jährige. Bei Wettkämpfen in Australien, Südafrika, Mexiko und Japan sammelte die Estin die entscheidenden Punkte für die Olympiarangliste und schaffte den Sprung zu den Spielen. „Die Qualifikation geschafft zu haben, war ein noch besonderer Moment als die Teilnahme selbst. Es war unglaublich und gleichzeitig habe ich realisiert, dass ich mein Ziel, für das ich so hart gearbeitet habe, erreicht habe“, blickte Kivioja zurück. Auf ihrem Weg nach Rio stellte die Sportlerin aus dem Baltikum ihren unbedingten Willen unter Beweis. Sie nahm jede Herausforderung an und verbesserte sich Stück für Stück. Dies sorgte auch international für Aufsehen. Die Europäische Triathlon Union ehrte die 24-Jährige für ihre Leistungen im vergangenen Jahr. Zudem sei sie ein beeindruckendes Beispiel für das Entwicklungsprogramm des Verbandes.

 

Nach einem so außergewöhnlichen Jahr hat sich Kaidi Kivioja neue Ziele gesetzt. „Es gibt immer etwas zu verbessern. Das ist Teil der Faszination Triathlon“, sagte sie. In der Zukunft möchte sie ihrer Position in der Weltrangliste verbessern und mit guten Ergebnissen bei den Rennen der Internationalen Triathlon Union für Furore sorgen. Dabei konzentriert sich die Estin auf alle Bereiche des Sports. „Triathlon hat auch eine große psychische Komponente. Ich bin beispielsweise nicht die beste Schwimmerin. Vor dem Start denke ich dann manchmal über die Schwimmleistung der anderen Athletinnen nach. Ich arbeite daran, dies zu verändern. In den vergangenen Monaten habe ich meine Leistung im Wasser und meine Einstellung dazu verbessert“, erklärte Kivioja. Mit dieser Herangehensweise ist es nicht verwunderlich, dass die 24-Jährige bei ihrem Training immer fokussiert wirkt. Sie scheint exakt zu wissen, was sie braucht, um ihre Ziele zu erreichen. „Triathlon ist eine sehr herausfordernde Sportart. Die Kombination aus drei Sportarten im Wettkampf und im Training ist besonders. Genau das liebe ich“, sagte die Olympiateilnehmerin. In den vergangenen vier Monaten besuchte Kivioja zusammen mit ihrem Teamkollegen Hans Korman das Tenerife Top Training (TTT). Bei besten Bedingungen bereiteten sich die Esten auf ihre Saison 2017 vor. „Wir sind sehr froh über die Unterstützung im TTT. Für das erste Mal in meiner Karriere hatte ich einen Trainer für meine Einheiten im Kraftraum. Dieses Training wird mir bei meinen Wettkämpfen helfen. Dazu kam das perfekte Umfeld, unsere Leistung zu verbessern. Das war die beste Wintervorbereitung, die ich je hatte“, freute sich Kaidi.

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