Deutsche Judonationalmannschaft im T3

Sie schwitzten beim Laufen, sprinteten die Berge hoch, probierten sich auf dem Rad, feilten an ihrer Kraftausdauer in der CrossFit Box und absolvierten ihr Krafttraining im Outdoor-Gym des Tenerife Top Training (T3). Die Judoka der Männer Nationalmannschaft des Deutschen Judo-Bundes spulten in den vergangenen Wochen ein beeindruckendes Programm herunter. Zwei Mal am Tag bat Bundestrainer Richard Trautmann zur Einheit. Dabei standen mit Laufen und Radfahren auch Punkte auf dem Plan, die bei einem Judoka eher selten Freudensprünge verursachen. „Judoka sind Kampfsportler und keine reinen Ausdauerathleten. Deshalb sind diese Blöcke schwer für die Aktiven. Es entspricht nicht ihrer Mentalität, acht Stunden Rad durch die Berge zu fahren oder sonst etwas in dieser Richtung zu machen“, erklärte Trautmann. Deshalb wollte der Bundestrainer mit dem ausgewählten Trainingsort einen neuen Impuls setzen. „Das Trainingslager soll auch Spaß machen. Das ist hier auf jeden Fall gegeben“, sagte Trautmann, dessen Sportler zwischen den Einheiten das Wetter und die Bedingungen vor Ort zur Regeneration nutzen.

 

Dabei bot das Tenerife Top Training beste Voraussetzungen für die Wettkämpfer. „Wir haben hier einen sehr guten Kraftraum, was für uns parallel wichtig ist. Zudem haben wir eine perfekt ausgestattet CrossFit Box und verschiedenste Optionen zum Lauftraining und Radfahren“, freute sich Trautmann. Diese Bedingungen spornten auch die Judoka an. Die Aktiven trainierten hart und zogen das vorgegebene Pensum durch. „Wir können hier drei Wochen lang unter super Bedingungen trainieren. So kann jeder Athlet das Maximale aus sich herausholen“, sagte Olympiateilnehmer Marc Odenthal. Neben Odenthal nahmen unter anderem auch Karl Richard Frey, Vizeweltmeister von 2015, und Dimitri Peters, Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele in London, am Trainingslager im T3 teil. Vor allem für Peters waren die Wochen auf der größten kanarischen Insel besonders. „Nach den Weltmeisterschaften im August werde ich meine aktive Karriere beenden. Nach so vielen Jahren im Leistungssport freue ich mich, noch einmal einen neuen Impuls an einem neuen Trainingsort setzen zu können“, sagte Peters.

Der Fokus des dreiwöchigen Trainingslagers lag auf der Grundlage für die anstehenden Aufgaben. Im kommenden Monat werden die Mitglieder der Judo Nationalmannschaft nach Japan und Südkorea reisen und dort vier Wochen in Fernost trainieren. Für die dort zu erwartenden Umfänge im spezifischen Training legten Trautmann und sein Team auf den Kanaren die konditionellen Grundlagen. „Judo ist ziemlich komplex. Hier wollen wir erst einmal im aeroben Bereich unsere Fähigkeiten verbessern, auch wenn dies im Wettkampf nicht der limitierende Faktor ist. Wir ermöglichen damit ein höheres Niveau des spezifischen Trainings auf der Matte. Aber natürlich setzen wir hier auch Spitzen im anaeroben Bereich“, beschrieb Trautmann die Trainingsgestaltung. Unterstützt wurde er dabei von seinem Team. Sportwissenschaftler Dr. Oliver Heine beobachtete die Werte der Sportler ganz genau und dokumentierte jede Einheit. So wurden individuelle Anpassungen der Intensität ermöglicht. Neben Heine sorgte sich Physiotherapeut Sebastian Kästle um die Regeneration der Athleten. Komplettiert wurde das Team durch Trainer Daniel Gürschner, der in den ersten neun Tagen das Training leitete, und Daniel Jacko, der ebenfalls zu Beginn des Aufenthalts auf Teneriffa die sportwissenschaftliche Betreuung gewährleistete.

 

Auch für das Tenerife Top Training war der Aufenthalt der Judoka eine Premiere. Zum ersten Mal bereiteten sich Athleten dieser Sportart im T3 auf die Saison vor. „Wir freuen uns mit der deutschen Judo Nationalmannschaft, eine Mannschaft in einer weiteren Olympischen Sportart zu begrüßen. Auch in Zukunft möchten wir Athleten der Kampfsportarten ansprechen und unser Angebot somit erweitern“, sagte Gregor Zielhardt, Geschäftsführer des Tenerife Top Training. Ermöglicht wurde der Aufenthalt der DJB-Auswahl auch durch die Kooperation mit dem Judoverein der Gemeinde Adeje, in dessen Judohalle die Athleten trainierten. „Wir haben uns hier richtig wohl gefühlt und bedanken uns bei der Gastfreundschaft der hiesigen Judomannschaft. Die Sporthalle war für unsere Einheiten perfekt“, sagte Trautmann.

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