África Zamorano: „Ich setze mir immer neue Ziele“

África Zamorano lebt den Schwimmsport. Mit drei Jahren sprang die heute 19-Jährige erstmals ins Becken. Über die regionalen, zu den nationalen, bis zu den internationalen Meisterschaften ging die Sportlerin aus Katalonien ihren Weg. 2014 wurde sie Doppeleuropameisterin der Juniorinnen in Dordrecht. „Schwimmen hat mir viele Türen geöffnet. Ich kann mit der Mannschaft gemeinsam reisen. Es ist mittlerweile wie eine Familie. Außerdem lerne ich immer dazu. Das fasziniert mich“, sagte Zamorano.  Diese Faszination brachte sie 2014 zu den Olympischen Jugend-Spielen nach Nanjing. In der südchinesischen Millionenmetropole holte die Schwimmerin aus Spanien die Bronzemedaille über 400 Meter Lagen. „Der Wettkampf in Nanjing war besonders“, blickte Zamorano zurück. „Ich kannte meine Kontrahentinnen nicht und dachte von Rennen zu Rennen. Erst war ich im Halbfinale, dann im Finale und am Ende stand ich auf dem Podest. Es war ein ganz besonderes Gefühl“, sagte die 19-Jährige.

 

Zwei Jahre nach ihrem Coup in China, schaffte das junge Talent den Sprung zu den Olympischen Spielen 2016. In Rio de Janeiro startete sie über die 200 Meter Rücken. „Für mich war allein die Qualifikation ein riesen Erfolg. Die Erfahrungen bei den Spielen waren unglaublich. Ich habe etliche Leute gesehen, die ich eigentlich nur aus dem Fernsehen kannte. Raphael Nadal wohnte auf meinem Stockwerk im Olympischen Dorf“, schwärmte Zamorano. Auch wenn sie sportliche ihre Ziele nicht erreichen konnte, Zamorano blieb drei Sekunden unter der Qualifikationsnorm, hat die Spanierin während der Wettkämpfe viel für ihren zukünftigen Weg gelernt. „Alle Sportler waren sehr auf den Sieg fokussiert. Das war ein großer Unterschied zu den Olympischen Jugend-Spielen“, beschrieb die Lagen- und Rückenspezialistin.

Mit den Erfahrungen aus der Jugend und den Eindrücken ihrer ersten Olympischen Spiele in Rio, fokussiert sich die 19-Jährige nun auf ihren Weg nach Tokyo. Dabei verfolgt sie eine klare Strategie. „Ich setze mir immer neue Ziele. In jedem Jahr möchte ich mich bei den Welt- und Europameisterschaften verbessern. Dafür trainiere ich. Diese kurzfristigen Ziele motivieren mich für mein Training“, erklärte Zamorano. Die Sportlerin zieht dafür ein straffes Tagespensum durch. Um fünf Uhr morgens klingelt der Wecker. Anschließend springt die Nordspanierin für zwei Stunden ins Becken. Anschließend geht es ins Instituto Bachilerato, wo sie sich auf ihr Studium vorbereitet. Von drei bis sieben stehen weitere Einheiten auf dem Programm. Das alles bringt die 19-Jährige für ihren Traum unter einen Hut. „Ich habe sehr viele Stunden Training und bin beim Lernen am Limit“, sagte Zamorano.

 

Auch im Wasser stellt sich die Spanierin Herausforderungen. Beim Lagenschwimmen muss sie alle vier Schwimmstile miteinander vereinen. Sowohl im Wettkampf, als auch im Training. „Ich mag Rückschwimmen. Aber ich möchte alle vier Schwimmstile perfekt können. Das ist mein Anspruch. Deshalb ist das Lagenschwimmen für mich perfekt“, sagte die Dritte über 400 Meter Lagen der Jugend-Weltmeisterschaften von 2015. Aktuell trainiert Zamorano mit der spanischen Auswahl im Tenerife Top Training. Nach der erfolgreichen Qualifikation für die Weltmeisterschaften Anfang August in der ungarischen Hauptstadt Budapest, legt sie zusammen mit ihren Mannschaftskollegen im T3 den Grundstein für erfolgreiche Welttitelkämpfe. „Ich bin zum ersten Mal im T3 und es ist eine perfekte Welt für Sportler. Das Ambiente und die Bedingungen sind optimal“, freute sich die Olympiateilnehmerin.

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