Para-Athleten auf dem Weg zu den Paralympics

 

„Ich bin nicht behindert, ich kann nur nicht laufen.“

Auf beeindruckende Art und Weise hat uns Alexandra Helbling zusammen mit ihrem Trainings- und Lebensgefährten Fabian Blum ihr Motto vor Augen geführt. Vom 18. November bis zum 28. November waren die beiden schweizer Para-Athleten zu Gast bei uns im Tenerife Top Training.

Beide sind seit mehreren Jahren Leistungssportler im Rennrollstuhlfahren. Die Schweizerin gewann bereits Gold bei der europäischen Meisterschaft und nahm an den Paraolympischen Spielen 2012 in London teil. Fabian, der noch ein Neuling in diesem Sport ist, sowie auch Alexandra sind gerade dabei, sich auf die kommende Saison vorzubereiten. Auf dem Plan für 2019 stehen neben den Schweizer Meisterschaften vor allem die Weltmeisterschaften im November in Dubai. Das erste Rennen der Saison ist im Februar die Qualifikation für die WM. Im Jahr 2020 geht es dann nur noch um die Qualifikation für die Paralympics in Tokyo.

Trotz der großen Erfolge und dem intensiven Training der Beiden bleibt es Ihnen nicht erspart, neben dem Sport zu arbeiten. Fabian ist gelernter Elektriker, musste aber nach seinem Unfall in die Planung im Büro umsteigen. Der 23- Jährige arbeitet etwas weniger als halbtags um den Rest der Zeit zu trainieren. Als ehemaliger Kunstturner fällt Fabian sofort durch seinen hohen Ehrgeiz und seine unermüdlichen Trainingsdrang auf.

Alexandra hat im April 2018 ihre Ausbildung zur Sportkauffrau beendet und arbeitet halbtags im Empfang einer Physiotherapiepraxis. Für die Weltmeisterschaft, sowie für die Paralympischen Spiele erhofft sie sich, nach der Qualifikation, ein Diplom, also einen Platz unter den ersten sieben zu erfahren. Und auch die 25- Jährige fällt besonders durch ihren starken Willen und ihr Durchsetzungsvermögen auf.

Beide trainieren mindestens einmal am Tag, wobei ihnen stets ein Trainer zur Seite steht. Hier auf Teneriffa wollten sie Urlaub mit Training verbinden. Im T3 konnten sie sowohl das indoor als auch das outdoor Gym für ihre Zwecke nutzen. Mit ihren Rennrollstühlen sind sie auf der Bahn im Estadio Antonio Dominguez Alfonso von Las Americas gefahren. Alexandra hofft bei den kommenden Turnieren ihre Bestzeit in ihrer Lieblingsdisziplin über die 400 Meter zu knacken und über die 100 Meter eine Zeit unter 16 Sekunden zu erreichen. Fabian hofft sich für die verschiedenen Rennen zu qualifizieren und will dann schauen, wie weit er kommt.

Da die beiden von ihrem Sport allein nicht leben können, sind sie immer wieder auf die Hilfe von Sponsoren angewiesen. Die Sponsorensuche gestaltet sich laut Aussage der beiden schwierig. Die wenigen Sponsoren, die die Beiden haben, seien über Umwege auf sie zugekommen. Geschuldet ist dieser Umstand nicht zuletzt, der immer noch geringen Präsenz von Paralympischen Disziplinen in den Medien. Trotz dem großen Aufwand, den die Sportler, aber auch die Verbände leisten sind die Topathleten der jeweils eigenen Nation den wenigsten Menschen ein Begriff. Alexandra wünscht sich für ihren Sport und für alle Paralympischen Disziplinen, dass die Bekanntheit noch weiter steigt, um auf die tollen Leistungen, die in diesen Disziplinen erbracht werden, aufmerksam zu machen.

Für die WM 2019 und für alle folgenden Rennen wünschen wir, vom Tenerife Top Training, viel Erfolg!

 

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